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Innsbruck: Skate City

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  • Ich habe nichts am Hut mit Skaten – davon versteh ich nichts. Ist ja auch was für Jungs… Aber letztens bin ich am Zaun des Skateparks beim Tivoli in Innsbruck gelandet und hab ganz verblüfft dieses bunte, lockere, sympathische Treiben dort beobachtet. Der Park ist neu und mit großem Hallo in der Szene begrüßt worden: Endlich! Nach 10 Jahren, dass man sich um die Bowl bemüht hat, ist sie nun also zustande gekommen! Sie ist schön groß, L-förmig und hat alles, was ein Skaterherz begehrt: Ramps, Obstacles, Halfpipe. Für Außenstehende sieht diese Anlage ja recht schräg aus: der graue, superglatte Betonboden mit diesen eigentümlichen Ausformungen darin. Eine große Wanne, eine kleiner Hügel, Betonblöcke, Geländer. Er ist Teil des neuen Jugendzentrums Tivoli nebend dem städtischen Freibad und es gehört auch noch ein Basketballplatz und ein kleiner Fußballplatz dazu.

    Zurück zum Zaun: Vornehmlich Jungs tummeln sich also in diesem Skatepark. Die Mädels hocken herum und sehen zu oder wagen hin und wieder ein paar gerollte Meter auf dem Brett eines Freundes, der zum Quatschen vorbeikommt oder sich einfach ein bisschen ausruhen will. Generell wird viel gelacht, gequasselt, gewitzelt und es herrscht eine entspannte Atmosphäre. Einer übt ohne Unterlass immer wieder einen bestimmten Trick. Es herrscht ein reges Durcheinander, aber keiner rempelt oder motzt, weil ein anderer den Weg schneidet. Wenn einer in der Bowl ist, gehört sie ihm – bis er wieder rauskommt. Dann darf der nächste. Es herrschen also Regeln in diesem munteren Chaos- und alle halten sich daran.

    Innsbruck hat einen neuen Skateplatz und die Jugend ist glücklich. Einige sind jeden Tag dort und feilen an ihren Künsten.

     

    P.S.: einen weiteren, echt genialen Skatepark hat die Sparkasse am Sparkassenplatz gebaut. Allerdings war das nicht als Skatepark geplant. Er wurde sozusagen ganz unbewusst als solcher da hingestellt und als dann die ganzen jungen Leutchen mit ihren rollenden Brettern anfingen, darauf herum zu fahren, war man erst gar nicht erfreut. Aber die Curbs können sehr viel und die Skater lassen sich nicht vertreiben. Ich find das super. Gibt der Stadt viel mehr, als die nackten kubistischen Teile, auf die man sich höchstens draufsetzen könnte…

    P.P.S.: Dieser ungewollte und unfreiwillige Skateplatz am Sparkassenplatz ist berühmt! Der hat Eingang gefunden in mehrere internationale Skateforen und man hört jetzt am Sparkassenplatz immer wieder Fremdsprachen, die aus den Mündern der Skater kommen.

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