Ich wohne zwar schon seit 12 Jahren in Innsbruck bin aber nie mit der alten Hungerburgbahn gefahren. Hat mich irgendwie nie so gereizt. Aber seit es die neue Bahn gibt, bin ich regelmäßiger Fahrgast und jeder, der mich besucht, wird von mir auf diese spannende Fahrt mitgenommen. Irgendwie ist es wie im Abenteuerpark. Man startet unterirdisch, wie bei einer U-Bahnfahrt. Nach wenigen Sekunden kommt man an die Oberfläche um dann gleich den Inn zu überqueren und in den Tunnel einzufahren. Hier beginnt dann gleich mein Lieblings-Streckenabschitt: direkt nach der Ausfahrt aus dem Tunnel, wenn die Trasse plötzlich steil ansteigt und sich die einzelenen Waggon scheinbar voneinander trennen. Man muss auf alle Fälle ganz hinten, im letzten Wagon, stehen, damit man die spektakuläre Aussicht genießen kann, die einem spätestens ab der Station Alpenzoo bei der Auffahrt geboten wird. Hungerburgbahn-Fahren ist mehr als nur ein Verkehrsmittel benutzen, es ist ein Abenteuer, das man sich zumindest einmal gönnen sollte. (Und ganz nebenbei ist die Architektur der Stationen auch nicht zu verachten

Ich wohne schon seit bald vierzig Jahren in Innsbruck und bin zweimal jährlich mit der Hungerburgbahn gefahren. Mittlerweile fahre ich öfter, weil die Fahrkarte in die IVB-Netzkarte integriert ist. Hätte man das schon vor z.B. 20 Jahren gemacht, wäre ich bereits damals öfter gefahren.
Ich fahre allerdings damals wie heute nur, wenn ich seeeehr viel Zeit habe. Denn die Busanschlüsse zur Hungerburgbahntalstation sind nicht sehr passgenau und die Wartehalle ist in der neuen Anlage zwar optisch schöner – aber schweinekalt.
Fazit – wenn ich es eilig habe oder wenn ich schweres Zeug transportiere (meine Schi) nehme ich den J oder fahre gleich mit dem Auto auf die Hungerburg.
Meiner Meinung nach hätte die Talstation – wenn man schon unterirdisch trassiert) zum Franziskanerplatz oder zum Marktplatz hingehört.
Für die 300 Bewohner der Hungerburg, die im engeren Umfeld der Bergstation leben mag die Bahn eine Option sein, die recht attraktiv ist, sofern sie in der Innenstadtarbeiten (bis zur Triolwerbung geht´s wirklich auch noch gut zu Fuß, wenn man nicht noch auf eine weitere IVB-Linie umsteigen will oder muss)
Na, da macht der Artikel ja neugierig auf eine Fahrt mit der neuen Hungerburgbahn. Als Kind und Jugendlicher bin ich im Urlaub öfters mit der alten Hungerburgbahn auf die Hungerburg zum Wandern gefahren. Seit dem Führerschein allerdings nur mehr mit dem Auto.
Da ich heutzutage mit Kindern in den Urlaub nach Tirol fahre, sollte ich diese Erinnerungen für die Kinder und natürlich auch für mich wieder entdecken und mit der Hungerburgbahn fahren. Werde den Tipp mit der letzten Reihe dabei beherzigen.
Gruß an die Tirol Werbung aus Berlin
Matthias