Jambo allerseites! Nach einem längeren Auslandsaufenthalt in Afrika – manche würden es Urlaub nennen – bin ich seit dieser Woche wieder zurück im Herz der Alpen und grade noch dabei anzukommen. Den ersten Blogeintrag nach meiner Rückkehr schieb ich nun auch schon ein paar Tage vor mich her, birgt er doch eine knifflige Herausforderung: Zum einen sollte er natürlich dem Zweck eines locker flockigen back-home-again Eintrags dienen, zum anderen hab meiner Kollegin Anja versprochen, was über die Haflinger Weltausstellung in Ebbs zu bloggen. Sprich, es gilt den Bogen von der ungezähmten Wildnis Ugandas mit Elefanten, Löwen und Giraffen zu der größten Pferdezuchtveranstaltung der Welt zu spannen, die vom 2. bis 6. Juni im Fohlenhof Ebbs in Tirol über die Bühne gehen wird.
Über 1000 Haflinger und ein vielfaches davon an Pferde-Fans aus nah und fern (womöglich sogar aus Uganda!?) werden bei dieser einzigartigen Veranstaltung vor Ort sein. So ein Aufmarsch von edlen Stuten und stolzen Hengsten würde vermutlich sogar in der ansonsten auch recht gut besuchten Sawanne Afrikas für Aufsehen sorgen. Nur verwundert den Kopf schütteln würde wohl so manches Zebra beim Anblick des riesigen Stallzeltes, in dem insgesamt 800 Pferde in Ebbs untergebracht sein werden. Allein um das zu sehen lohnt es sich wohl eine Sprung dort vorbei zu schauen. Und auch das weitere Rahmenprogramm stellt vermutlich so manche Safari in den Schatten: Angefangen von der großen Eröffnungsfeier am Mittwoch, über die internationale Haflinger Show “Das goldene Pferd mit dem goldenen Herzen” und die “Tiroler Haflingernacht”, bis hin zu Feldmesse und Schaukritik am Abschlusstag, an dem auch die prämierten Pferde vorgestellt werden – Langeweile wird bei den Besuchern wohl nicht so schnell aufkommen. Also ihr Pferdeflüsterer da draußen: unbedingt schon mal den Termin vormerken!

Und allen Freunden der Giraffe (deren große Besonderheit lt. Gamekeeper John aus U. übrigens nicht der lange Hals sonder vielmehr der spezifische Gang ist, bei dem immer gleichzeitig die Vorder- und Hinterläufe der jeweiligen Seite bewegt werden – übrigens ganz im Gegensatz zu Haflingern) kann ich nur empfehlen es mir gleich zu tun und den schwarzen Kontinent zu bereisen. In Ebbs seid ihr dafür wohl eher an der falschen Adresse.
Nach diesem fulminanten Spagat geb ich übrigens allen jenen unter euch recht, die sich jetzt fragen warum ich nicht einfach zwei Einträge geschrieben hab…






Als echte Nordtirolerin (he, mit „Speck“ hat das gar nichts zu tun!) bin ich besonders gerne in Osttirol unterwegs. Dort ist alles ein wenig unberührter und die Uhren scheinen gemütlicher zu ticken. Trotzdem gibt es alles, was man braucht in Lienz, einem wirklich schönen Städtchen mit Flair. Perfekte Voraussetzungen für einen Kurzurlaub! Die traumhaften Schneeverhältnisse in der Höhe haben wir am 26.12. genützt und sind in Lienz rodeln gegangen. Unser Weg führte uns nach Zettersfeld zur Naturfreunde-Hütte, Treffpunkt für Rodler, Winterspaziergänger und Skifahrer gleichermaßen (die Skipiste führt links und rechts, jedoch durch Bäumen verdeckt, vorbei). Der Aufstieg ist nicht weit – ideal mit Kindern. Die Abfahrt ist dadurch auch relativ kurz, was uns aber nicht störte. Für uns stand der wunderschöne Spaziergang durch die Winterlandschaft im Vordergrund. Der Weg führt zuerst idyllisch durch den Wald und dann weiter über die Piste. Blitzblauer Himmel und tiefverschneite Landschaft – was braucht man mehr? Na, eine sonnige Hütte, gutes Essen und freundliche Wirtsleute. Das alles haben wir bei der Naturfreunde-Hütte gefunden. Während uns die Sonne ins Gesicht schien, ließen wir uns die Tiroler Knödel-Suppe schmecken. Einfach herrlich.


