Blog Tirol Rotating Header Image

Die Gaisalm am Achensee – immer ein Erlebnis

  • Teilen
  • (#oeneu) Trotz oder sogar vielleicht wegen des nassen Wetters (unsere Kinder lieben ‘Lackenhupfen’) sind wir am Wochenende losgezogen und wollten eigentlich nur einen kleinen Spaziergang entlang des Achensees unternehmen. Einfach von Pertisau aus ein bisserl Richtung Gaisalm, und – so war der Plan – wenn’s schütten anfängt einfach wieder umkehren.

    Schlechtes Wetter gibt es nicht, nur schlechte Kleidung! Nach diesem Motto eingekleidet und mit Regenschirm und Gummistiefeln bewaffnet sind wir dann also los.

    Der Wegweiser zeigt 1 1/4 Stunden bis in die Gaisalm. An einem sonnigen Tag eine traumhaft schöne Wanderung entlang des Achensees. Aber bei Regenwetter?

    Genauso! Ein breiterer Schotterwegführt zuerst sehr nah entlang des Sees, wo wir Enten gezählt und die Schwalben bei ihrem Tanz übers Wasser beobachtet haben.

    Hier haben wir auch noch ein paar andere ‘wasserdichte’ Spaziergänger getroffen.

    Dann wird der Weg schmaler, führt durch den Wald, ein bisschen weg vom Ufer, vorbei an Schotterhalden. Dort haben wir dann mit Treibholz unsere erste Brücke gebaut (und es sollten noch einige folgen ;-) )

    Das Wetter hat sich nicht wirklich gebessert, die Regenschirme waren im Einsatz. Dennoch, die Kinder waren nicht mehr zu bremsen!

    Der Weg führt weiter über felsiges Gebiet, am Rand geht’s recht steil hinunter. Wir halten uns an den gespannten Seilen fest und bestaunen das viele Wasser, das in kleinen und grösseren Rinnsalen den Felsen hinunterfließt. An einer Stelle wurde sogar ein Dach errichtet, weils da auch bei Schönwetter ;-) sehr nass werden kann.

    Den Durst können wir hier auch bestens löschen! Klares Wasser fließt die Felswänder herunter.

    Der Regen hat nicht nachgelassen. Es stört uns aber nicht. Ganz im Gegenteil. Das nasse Wetter lässt das Grün der Pflanzen noch satter und das Türkis des Sees noch intensiver erscheinen.

    Ausserdem hält sich der ‘Verkehr’ in Grenzen. Nur 10 Wanderern sind wir begegnet. Waschelnass, aber ebenso happy über den doch sehr schönen Spaziergang wie wir.

    Nach 1 ½ Stunden erreichen wir die Gaisalm. Am wirklich tollen Spielplatz können sich die Kinder heut leider nicht wirklich austoben, dafür ist’s nun wirklich zu nass. Nach einer kurzen Jause beschliessen die Kinder, nicht mit dem letzten Dampfer nach Pertisau zu fahren, sondern wieder durch den Regen zurückzugehen, ‘weil vom Dampfer isses nit so cool, da gibt’s keine Lacken zum Einihupfen’ (Zitat unseres Jüngsten, 5).

    Übrigens: der Weg retour von der Gaisalm nach Pertisau ist ein Teilstück des Achenseelaufes, der ’schönste Panoramalauf Österreichs’, der am 4. und 5. September 2010 über 1-5km, 10km und 23,3km ausgetragen wird.

    Viel Spass! Lg Monica

    • Share/Bookmark

    Auf der Alm da gibt´s koan Fernseher

  • Teilen
  • Dass unsere Lieblingsnachbarn schon lange nicht mehr nur zum Skifahren und Wandern nach Tirol kommen ist kein Geheimnis. Neben tausenden Stundenten und Arbeitern aus Deutschland, die ihren Zweitwohnsitz ins Alpenland verlegen, schickt sich nun aber eine 4-köpfige deutsche Familie an auch eine der letzten Ur-Tiroler-Bastionen einzunehmen: Elke Heydecke, Stefan Hanf und ihre Kinder Paul (13) und Emma (11) übernehmen eine Tiroler Almwirtschaft. Dass die 4 als “Städter” außer ein paar Folgen der Zeichentrickserie Heidi gesehen zu haben keinerlei Ahnung vom Bergbauern-Alltag haben, passt da natürlich perfekt ins Bild!

    Die ganze Geschichte ist eine Produktion des ZDF, der die Erlebnisse der Familie unter dem Titel “Almsommer 2010″ regelmäßig im TV ausstrahlt (und gleichzeitig freiwillig auf 4 Seher verzichtet, denn Fernseher gibts auf auf einer echten Alm natürlich keinen…).
    -> Mehr Infos und die Videos finden sich hier!

    Von Juni bis September werden die Neo-Hirten auf zwei Almen in den Kitzbüheler Alpen geschickt um die Faszination des Lebens im Hochgebirge und dem Landwirtschaften in der grandiosen Tiroler Natur erleben zu können. Auf ihrem Almsommer-Blog halten sie Ihre Fans dabei zusätzlich auf dem Laufenden.

    Soweit ich das mitverfolgt habe, machen Sie ihre Sache bislang ganz gut. Wir haben Sie jedenfalls schon mal zur Belohnung mit ein paar Tirol-Mützen und Rucksäcken versorgt:

    Mittlerweile hat die Familie die erste Hälfte ihres Abenteuers auf der Lärchenberg-Alm (1.500m) unter der Unterstützung von Almbauer Sepp Kahn hinter sich gebracht. Ab Anfang August gehts es weiter auf nahe gelegenen Seefeld-Hochalm (1.970m), auf der neben dem etwas rauherem Klima auch noch jede Menge Jungvieh auf die sie wartet.

    So manchem sogenannten „echten“ Tiroler sind Elke, Stefan, Paul und Emma nun wohl schon ein schönes Stück Tiroler Kulturerfahrung voraus…
    (mir übrigens nicht, ich kann auf insgesamt 2 1/2 Sommer als Hirte auf einer Senn-Alm im Tiroler Oberland zurückblicken – also noch brauchen mir die 4 möchtegern-Almöhis nix vom melken und misten erzählen… ;-)

    • Share/Bookmark

    … und nach der Hochzeit kommt der Tod

  • Teilen
  • Ist das alles, was wir nach der Hochzeit zu erwarten haben? Luzifer im Tiroler Volkskunstmuseum.

    Hannes, Hannes. Da hast du etwas falsch verstanden. Nur weil im Tiroler Volkskunstmuseum der Lebensreigen mit der Geburt anfängt und man deshalb nach der Hochzeit nicht schon wieder von Geburt sprechen kann, heißt das noch lange nicht, dass man nach der Hochzeit nichts mehr zu erwarten hat. Aber schon interessant, wie Männerhirne manchmal ticken ;o) Man lernt nie aus …

    Warum ich den Blogeintrag aber eigentlich schreibe, ist, weil ich ehrlich gesagt trotz 6-jähriger Tätigkeit für die Tirol Werbung und trotz persönlicher Betreuung von ‘Tausenden’ von Journalisten, selbst noch NIE im Tiroler Volkskunstmuseum war. Ein großer Fehler, wie ich seit Montag weiß. Das Tiroler Volkskunstmuseum ist nicht nur Heimat der Schwarzen Mander in der Hofkirche, die wohl jedem Tiroler spätestens nach dem obligatorischen Innsbruckbesuch in der Volksschule ein Begriff sind. Nein, es gibt noch viel mehr zu bestaunen. Abgesehen von traumhaften Stuben aus Nord- und Südtirol sowie dem Trentino, werden private Sammlerstücke aus dem bäuerlichen, bürgerlichen und adeligen Leben gezeigt. Auch die Religion spielte eine bedeutende Rolle, obwohl kirchliche Regelwerke früher gar nicht so eng gesehen wurden. Und der Aberglaube war parallel zur Religion eine weit verbreitete Unterstützung gegen alles Böse. Doppelt hält einfach doch besser.

    Wer hat schon mal was von der Kümmernis oder vom Meraner Saltner gehört. Wusstet ihr, dass das Fensterln früher ein in der Öffentlichkeit praktiziertes Brautwerben war? Die Geheimnistuerei kam erst später, auch die Bigotterie.  Oder dass im östlichen Teil Tirols der Besitz immer nur einem Kind vermacht wurde, im westlichen Teil es aber eine Realteilung, also eine Aufteilung an alle Kinder gab und es deshalb geteilte Häuser gab, in denen Passierscheine für zerstrittenen Geschwisterteile ausgestellt wurden? Unglaublich oder?

    Bei einer Führung wird einem das Ganze natürlich noch viel näher gebracht, mit tollen Geschichten ausgeschmückt, mit persönlichen Anekdoten ergänzt. Wer diese Möglichkeit nicht hat, kann zu  hochmodernen PDAs (in 4 Sprachen D, GB, IT, FR) greifen.

    Eintrittspreise: € 8 für Erwachsene, € 4 für Kinder ab 6 & Schüler, Studenten, Pensionisten (das Ticket gilt für alle Landesmuseen, also Volkskunstmuseum, Hofkirche, Ferdinandeum und Zeughaus)

    • Share/Bookmark

    MTB Tour am Bike Trail Tirol – die Zweite

  • Teilen
  • Rainwatchers: lange Gesichter bei einer unserer Regenpausen

    Wie versprochen, hier der zweite Teil. Vom Karwendelhaus aus ging’s dann rüber über den Hochsattel hinunter zum kleinen Ahornboden. Die Jungs wollten wieder ein bisschen spielen und haben einen tollen Singletrail gefunden. Der hat wohl echt gerockt. Ich habe die einfachere Variante gewählt, einen etwas ausgewaschenen, holprigen aber sehr breiten und gut fahrbaren Fahrweg. Der einzige Grund, warum ich nicht mit den Jungs zum Singletrailspielen gegangen bin, ist natürlich der, dass ich kein Fully habe. War eh klar, oder? Während der Abfahrt hat es dann zum ersten und nicht zum letzten Mal an diesem Tag einen richtigen Platzregen gegeben. Aus Kübeln wäre noch linde ausgedrückt. Auf jeden All waren wir alle in kürzester Zeit durch und durch nass. Dadurch konnten wir trotz einsetzendem Dauerregen weiterradeln. Wer schon platschnass ist, kann nicht mehr nasser werden, oder? Wir haben uns in 2 Gruppen geteilt. Markus ist mit den Downhillern gefahren, ich mit der konditionsstarken Truppe ;o) (sorry Singletrailers … ;o) Markus hat dann beim Biken über Stock und Stein Michele und Irmo verloren. Da es in den Tälern keinen oder nur kaum Handyempfang gibt, mussten wir hoffen, dass Irmo und Michele sich auf die GPS Tracks verlassen würden und bald wieder bei uns wären. Und so kam’s dann auch. Michele und Irmo sind einfach dem Track gefolgt und waren in kürzester Zeit wieder da. Wieder vereint ging’s dann in angenehmen Serpetinen mit schönen Ausblicken rauf auf die Plumsjochhütte.

    Andreas auf den letzten Metern zur Plumsjochhütte

    Die spektakuläre Abfahrt vom Plumsjoch nach Pertisau

    Einige von uns haben es wiederum geschafft – trotz GPS – vom richtigen Weg abzukommen und mussten ihre Bikes dann den Singletrail raufschieben während wie gemütlich die letzten Höhenmeter des Tages raufradelten. Auf der Plumsjochhütte wurde gleich der Ofen eingeheizt und wir haben die Küche in wahrsten Sinne des Wortes leergefuttert. Wir hatten alle einen Mordshunger und Durst auf Tee mit Rum. Während unserer Hüttenrast hörte es auch entgültig auf zu regnen und wir konnten die Abfahrt vom Plumsjoch zum Achensee im Trockenen abolvieren. Ich war glaube ich die einzige, die die Abfahrt nicht in vollen Zügen genossen hat. Alle anderen haben sich auf dem schottrigen, megasteilen Weg pudelwohl gefühlt und die vergangenen Stunden im Regen waren vergessen. Ich habe Teilstrecken runtergeschoben, was mir auch nichts ausgemacht hat. Gut Ding braucht halt manchmal Weile … Auf jeden Fall sind wir dann nach unserer 2-Tagestour am Achensee angekommen, wo sich einige der Truppe gleich in die erfrischenden Fluten gestürzt haben. Eine Art Transalp-Gardasee-Feeling ist da schon aufgekommen. Den Abend ließen wir gemütlich im Hotel Wiesenhof in Pertisau ausklingen, wo wir zu guter Letzt noch den WM Semifinalsieg von Holland über Uruguay bejubeln durften. Schön war’s.

     
     

     Streckendaten:

     

    • Start/Ziel: Karwendelhaus – Pertisau am Achensee
    • Länge: ca. 40 km
    • Dauer: schwer zu sagen. Ohne lange Regenstopps ist die Strecke sicherlich in 2-3 Stunden schaffbar. Wir haben uns mit Pausen und Mittagessen länger aufgehalten.
    • Höhenmeter: 1050 m (aufwärts), höchster Punkt: 1805m, 1881 m abwärts
    • Schwierigkeit: Die Abfahrt vom Karwendelhaus bedarf ein bisschen Technik. Für totale MTB Anfänger könnte das ein kleiner Stolperstein sein. Die Abfahrt vom Plumsjoch ist jedoch wirklich nicht ohne. Teils sehr sehr steil und schottrig, teils ausgesetzt. Nur für wirklich gute Downhiller fahrbar. Sonst einfach streckenweise schieben. Da fällt einem auch kein Stein aus der Krone. Sicherheit geht vor.
    • Fazit: Tolle tour mit schönen Ausblicken. Für Gruppen mit unterschiedlichen Interessen (Downhiller & Tourenbiker) gut kombinierbar, da immer wieder Wege für Singletrail fahrer auffindbar.
    • Es gibt auch eine tolle MTB Rundtour in der Gegend: http://www.blogtirol.at/tagestour-durchs-karwendel-mit-dem-mtb/

    Und wieder ein paar neue Links zu den Blogs der Teilnehmer mit viel tolleren Fotos als meinen:

    Ralph: http://racing-ralph.com/?p=1590

    Martin: http://www.stadtlandflucht.de/?p=1573

    Irmo: http://www.adrenalinesports.net/special/mountainbiken-overweldigende-natuur# (auf Holländisch, aber mehr Bild als Text)

    • Share/Bookmark

    Traumtour für Konditionsstarke

  • Teilen
  • Wer zur Zeit mountainbiken möchte, sollte sich in “höheren Sphären” bewegen. Die Hitze im Tal ist ja kaum erträglich, da fühlen sich die zwanzig Grad auf 2000m Seehöhe deutlich besser an. Deswegen wählte ich meine letzte Biketour genau nach diesen Kriterien aus: Eine Runde von Pill über den Weerberg auf das knapp 2300 Meter hoch [...]
    weiterlesen »

    MTB Tour am Bike Trail Tirol

  • Teilen
  • Bike Trail Tirol goes international: Florian, Ralph, Michele, Andreas, John, David, Markus, Irmo, Esther, Jona, Patrick, Tom und Martin (v.l.n.r.)

    … oder nur die Harten kommen durch. Jedoch nicht, weil die Tour so schwierig war, sondern weil uns das Wetter wirklich nicht hold war. Aber das tut eigentlich nichts zur Sache. Ganz kurz die Geschichte: Wir (die Tirol Werbung) haben 11 Blogger und Onlineredakteure aus Deutschland, den Niederlanden, England und Italien auf eine Erkundungstour entlang des Bike Trail Tirol eingeladen. Bzgl. MTB ist Tirol ja super aufgestellt (downloadbare gps tracks, Kartenmaterial, Roadbooks, Bike Trail Tirol Challenge, etc.) und das wollten wir der internationalen Bloggerszene nun endlich mal auch vor Ort zeigen (http://www.bike.tirol.at).

    Ralph, Florian, Andreas, Martin, David, John, Jona, Irmo, Tom, Patrick, Michele und ich waren mit von der Partie, begleitet wurden wir von Markus von Bikeguiding Zugspitzarena. Top Bikes wurden uns von Sport Nagele direkt ins Cube Hotel geliefert. Das Service vom Nageleteam war wirklich einmalig und auch die Bikes in perfektem Zustand. Über das Cube Hotel habe ich ja schon mal gebloggt. Mehr gibt’s da auch nicht zu sagen. Ist immer noch das perfekte Hotel für Mountainbiker. Auch Andreas hat das Cube auf Herz und Nieren geprüft. Hier sein Fazit: http://www.trailsandbikes.net/mountainbike/pressereise-tirol-das-cube-hotel/ Auf jeden Fall sind wir vom Cube Hotel zuerst mal per Gondel oder per Bike auf die Ehrwalder Alm, von dort durchs Gaistal hinaus nach Leutasch.

    Die Jungs auf dem Spielplatz

    Nach dem Mittagessen in der Weidachstube in Weidach ging’s durch einen Platzregen nach Scharnitz, von wo aus wir  die Auffahrt zum Karwendelhaus antraten. Hat sich dann schon ziemlich gezogen, obwohl Tom aus Holland die Strecke in 1 Stunde und 10 Minuten (von der Abzweigung ins Karwendeltal) geschafft hat und Sieger unserer internen Bike Trail Tirol Race wurde. Aber Tom ist auch keine echte Referenz. Man muss sich ja nicht mit den besten unter der Sonne messen, oder? Das Karwendelhaus ist eine Alpenvereinshütte in traumhafter Lage mit Blick über die zurückgelegte Strecke & Höhenmeter. Obwohl sehr groß, läuft alles wie geschmiert. Gutes Essen, schnelles Services, fixes Personal, schöne Zimmer (die Lager habe ich nicht getestet).

     

    Wir genießen die Sonne im Gaistal - in weiser Voraussicht ...

    Streckendaten:

    • Start/Ziel: Cube Hotel in Biberwier (Tiroler Zugspitzarena) – Karwendelhaus (Olympiaregion Seefeld)
    • Länge: 63 km
    • Dauer: zwischen 4 und 6 Stunden (je nachdem ob Tom oder Esther in die Pedale tritt)
    • Höhenmeter: 1400 mit Gondelfahrt auf die Ehrwalder Alm, 1800 ohne Gondel
    • Schwierigkeit: keine technischen Schwierigkeiten
    • Fazit: tolle Tour für fitte Mountainbiker in traumhafter Landschaft

     

    Mehr über diese Tour ist schon auf den diversen Blogs der Teilnehmer zu lesen:

    Mehr über den zweiten Tag der Tour folgt.

    • Share/Bookmark

    Die Entdeckung des Obernberger Sees

  • Teilen
  • (#oeneu) Als begeisterte Fotografin bin ich immer auf der Suche nach schönen Motiven, genauer gesagt Postkartenmotiven! Man sieht oft die wunderschönsten Landschaften, Seen, Buchten, Berge auf diversen Plakaten, Werbebroschüren, Postkarten und im Internet, leider steht meist nicht drauf wo das Bild entstanden ist.

    Stösst man dann aber zufällig drauf, freut man sich unglaublich, das begehrte Motiv gefunden zu haben und selbst fotografieren zu können.

    So ein Gefühl hatte ich bei meiner Entdeckung des Obernberger Sees.

    Auf Empfehlung einer Freundin (‘Der See ist ein Traum!‘) sind wir nach Gries am Brenner und dann weiter ins Obernberger Tal gefahren. Ausgangspunkt der Wanderung war der Gasthof Waldesruh in Obernberg.

    Von dort führt zunächst eher flach eine Schotterstrasse durch einen kleinen Wald bis zur Unterreinsalm. Dort hatten wir dann die Wahl: Almenweg über die Oberreinsalm oder weiter die Schotterstrasse. Beide Schilder zeigten 30min. Die Kinder haben sich bergauf für den Schotterweg entschieden. Runter solls dann über den Almweg gehen. Vorbei an herrlich blühenden Almwiesen gehen wir über den anfänglich recht steilen Forstweg durch den Wald. Einige Mountainbiker (manche sogar mit Kindersitz!) haben uns überholt. Nach ca. 45 Minuten Wanderung (inclusive Errichtung eines Wegmarkers, Tschurtschenweitwurfwettbewerb und Beobachtung von Riesenameisen) war er dann auf einmal da: der Obernberger See. Beim ersten Anblick hat’s nicht nur uns ‘Grossen’ die Sprache verschlagen: ‘Wow, das is cool da!’ brachte es unsere Tochter auf den Punkt. Und ich hab mir gedacht: ‘Genauso wie auf dem Werbefoto!’

    Der See liegt wunderschön mitten drin in den Bergen, die Bäume am Ufer spiegeln sich im kristallklaren Wasser und die alten Holzboote unterstreichen die Wildromantik perfekt.

    Vor allem das Grün des Wassers hat ich fasziniert. Da musste für’s Werbefoto nicht viel digital nachbearbeitet werden! Nur die Kälte des Wassers kommt digital dann doch nicht so rüber. Mehr als unsere Zehen haben wir nicht ins kalte Wasser gesteckt, ein paar Mutige aber waren sogar schwimmen.

    Mit Freude haben wir festgestellt, dass die alten Holzboote nicht zur Deko da sind, sondern gemietet werden können! Eine Bootsfahrt kann ich nur jedem empfehlen!

    Genauso wie die Einkehr in die Obernberger Alm.

    Nicht nur optisch, auch geschmacklich kann sich das Essen auf 1600m sehen lassen. Im familieninternen Kaiserschmarren-Ranking konnte der Obernberger Kaiserschmarrn eine Topplatzierung erreichen (vor allem die Grösse und die Extrabeilage – Vanilleeis – führte zur vollen Punktezahl der jungen Jury). Auch für’s freundliche und schnelle Service gibt’s Höchstnoten!

    Nach ausgiebiger Jause sind wir dann am Ost-Ufer auf einem flachen Schotterweg entlang des Sees spaziert. Vorbei an wunderschönen kleinen Buchten, mit herrlichem Blick auf den See und den Tribulaun, hinauf auf eine kleine Insel zur Kapelle Maria am See, und weiter bis zur Seealm.

    Nach einer kleinen Rast ging’s dann über einen schmaleren Waldweg am West-Ufer zurück zur Obernberger Alm. Knapp 1,5 Stunden waren wir unterwegs.

    Bevor’s über den schönen Almweg zurück nach Obernberg geht, noch einmal kurz die Zehen ins Wasser stecken, noch einmal den herrlichen Blick über den See schweifen lassen und die Freude geniessen, ein Postkartenmotiv entdeckt zu haben!

    PS: den Obernberger See und die Oberreinsalm gibt’s übrigens auch als Hintergrundbild zum Herunterladen!

    • Share/Bookmark

    Hallo du

  • Teilen
  • Mein erster Gedanke neulich morgen beim Blick aus dem Fenster: “Ein sonniger Tag!”. An und für sich ist das ja nichts Besonderes, denn schließlich ist ja Sommer. Doch dass das schöne sonnige Wetter schon eine ganze Woche anhält, sind wir doch gar nicht mehr gewöhnt, mal ehrlich! Und was macht man an solch heißen Tagen? Auf jeden Fall keine Hausarbeit. Die bleibt erstmal liegen. Aber was soll’s, die Wäscheberge laufen nicht davon. Wer will denn bei so einem Wetter Wäsche waschen? Ich fühle mich in meinem letztjährigen Kaufrausch beim Sommerschlussverkauf bestätigt, bei dem ich haufenweise Sommerkleidchen zum Spotpreis erwerben konnte. Mein Mann hat damals äußerst skeptisch die Augenbrauen hochgehoben mit einem Blick, als würde er gleich fragen, wer denn so viel Sommerkleidung bräuchte – in unseren Breiten! Ausgesprochen hat er es nicht. Er hätte die Antwort eh nicht vestanden. Denn dass man etwas spart, wenn man nur mehr 50 Prozent für etwas bezahlt, was man vielleicht einmal brauchen könnte, ist für ihn nicht logisch. Meine weibliche Intuition hat mir eben damals schon gesagt: Der nächste Sommer kommt bestimmt! Ich räume das Frühstückgeschirr ab, während ich “In the summertime…” summe, will es in den Geschirrspüler einräumen, oh, der ist noch nicht ausgeräumt, egal, wozu habe ich denn eine große Arbeitsplatte? Nicht zum Kuchenbacken, zumindest nicht momentan. Ich frage meine Kinder, was sie heute unternehmen möchten, doch die Frage ist überflüssig. Sie stehen bereits in Badebekleidung vor mir. Also schnapp ich die Badetasche und ab ins Schwimmbad. “Juhuh” rufen die Mädls und wir starten in eines der vielen Freibäder, die sich erst seit kurzem über regen Besucheransturm freuen dürfen. Da ich gerne die verschiedenen Schwimmbäder ausprobiere (nur Freibäder und Seen, von Hallenbädern haben wir erstmal genug) und wir heute den ganzen Tag Zeit haben, führt uns unser Weg nach Ebbs ins “Hallo du”. Es ist sehr heiß, fast wolkenlos. Ich befürchte Schlimmes bezüglich Menschenmassen – was ja logisch wäre - bei solch strahlendem Badewetter. Es ist auch viel los, aber da das Gelände recht weitläufig ist, finden wir einen angenehmen Platz in der Nähe eines Baumes. Danach kann es losgehen! Als erstes wird gerutscht – es gibt eine breite Wellenrutsche, bei der man nicht anstehen muss, weil man nebeneinander rutschen kann. Diese ist recht rasant und kommt mir somit entgegen – bei der anderen Rutsche gleich daneben, bei der man anstehen muss, kommt mein übliches Rutschproblem zum Tragen: Ich bleibe in der Mitte plötzlich sitzen und muss händisch nachhelfen, was nicht sehr prickelnd ist aber zumindest zur Erheiterung meiner Kinder beiträgt. Aus dem angrenzenden Wellenbecken sind meine Kinder kaum rauszubekommen. Erst als sich bei ihnen die Lippen blau abzeichnen, kann ich sie überzeugen, eine Pause einzulegen. Es gibt  ein großzügiges Sportwecken sowie einen abwechslungsreich gestalteten Kleinkinderbereich. Was noch alles zur Ausstattung gehört: ein Beachvolleyball-Platz (einen Ball kann man sich gegen Kaution ausleihen) und ein Kinderspielplatz. Für das leibliche Wohl hat man die Wahl an Leckereien am Kiosk oder im Restaurant auf der Sonnenterrasse (wo wir uns später noch Kaffee und Eis gönnen). Fazit: Ein gelungener Tag mit viel Abwechslung. Das “Hallo Du” in Ebbs ist für einen angenehmen Schwimmbadtag zu empfehlen! Weitere Infos unter: http://www.hallodu.at/ (Ein Hinweis, falls ihr euch das etwas unmotivierte Video auf der Homepage anseht: Der Parkplatz ist zwar bequem, aber Gottseidank nicht das Beste am “Hallo du” ;) )

    • Share/Bookmark

     

     

    Tirol im Bild

    Lade deine Fotos auf Flickr hoch, versieh sie mit dem Tag 'Tirol' und schon erscheinen sie hier im Tirol Blog!

     

    Tirol, wie die Welt es sieht